Rechenzentrum
Hardware unserer Datenmanufaktur
Seit Dezember 2017 betreiben wir unsere IT-Plattform im Telehouse-Rechenzentrum in Frankfurt am Main (Kleyerstrasse 75, Gallusviertel).
Daten geben wir nicht aus der Hand. Deshalb arbeiten wir ausschließlich auf eigener Hardware und verwalten unsere Systeme selbst. Der Himmel über unserer Cloud-freien Zone ist blau...
Die Ressourcen wachsen mit den Anforderungen. Zuletzt zogen im Dezember 2025 zwei neue Server in unsere Colocation ein:
- die Energieverteilung und zwei Firewalls finden oben ihren Platz
- sechs Server für Workstations, Anwendungen und Backup teilen sich mit einem Router die Mitte
- drei Schubladen am Boden beherbergen Materialien und Werkzeug

Der Kabelsalat auf der Rückseite mutet chaotisch an, folgt aber einem durchdachten Plan!

Hier das Innenleben eines Servers: zu erkennen sind die kupfernen heatpipes, mit denen die Wärme der Prozessoren - bis zu 360 Watt - an den Luftstrom abgegeben wird. Denken Sie jetzt auch an eine Spielzeugdampfmaschine?

IT und Nachhaltigkeit
stehen nicht unbedingt im Widerspruch: Die Erhaltung von Werten und die Vermeidung von Abfall gehen bei uns Hand in Hand. Das funktioniert, weil wir von Anfang an in hochwertige, langlebige, leistungsfähige und erweiterbare Komponenten investiert haben, die auch nach langer Laufzeit noch technisch einwandfrei und ökonomisch sinnvoll einsetzbar bleiben. Um bei gleicher Funktion den Stromverbrauch zu reduzieren, haben wir erstmals im Juli 2025 ein Gerät ausgetauscht.
Hinzu tritt, dass Moore's law bei genauem Hinsehen an Zauber verloren hat: Zwar verdoppelt sich weiterhin die Dichte integrierter Schaltkreise in handelsüblichen Chips alle 18-24 Monate. Doch weil sich konventionelle Fertigungstechniken längst physikalischen Grenzen annähern, stehen Dichte und Rechengeschwindigkeit in keinem konstanten Verhältnis mehr. Heute wird Leistungssteigerung im Hardwarebereich vor allem durch Parallelisierung anstatt durch Steigerung der Geschwindigkeit erzielt. Unbillig vereinfacht sieht es so aus, als würde man zur Steigerung der Geschwindigkeit eines Autos einfach einen zweiten oder dritten Motor zusätzlich unter der Haube verbauen.
Mit großem Interesse verfolgen wir daher die Forschungsergebnisse zum Quantencomputer ;-)
Energieverbrauch
Angetrieben wird das alles mit regenerativ erzeugtem Strom. Aktuell (12/2025) nehmen unsere Maschinen 1,4 bis 2,0 kW (Spitzenlast) elektrische Leistung auf. Das entspricht rund einer Megawattstunde (1.000 kWh) Strom im Monat. Eine moderne Windkraftanlage (Onshore) produziert diese Energie allerdings schon in weniger als 10 Minuten.
Hinzu kommen Kosten für die Ausfallsicherheit (Redundanz) der Stromversorgung sowie die Abfuhr der entstehenden Wärme. Unterm Strich kommt da eine ordentliche Summe zusammen. Umso mehr freut uns, dass unser Rechenzentrumsbetreiber (Telehouse) gemeinsam mit der Mainova AG innovative Konzepte zur Abwärmenutzung verfolgt.
